Barbabietola rossa e gorgonzola dolce

Hier sehen wir eine meiner derzeitigen Lieblingskombinationen: Eingelegte rote Beete sehr dünn aufgeschnitten und mit zerlaufendem Gorgonzola dolce vereint. Darüber ein paar zerstoßene Pistazien – so einfach, so perfekt.

Man sollte allerdings vielleicht noch ein paar Worte zur Roten Beete sagen. Wer faul ist, nimmt sie fertig eingelegt aus dem Glas. Geht gut. Ich hingegen bin immer lieber Herr beziehungsweise Dame meiner Agrodolce und lege sie selbst ein. Na gut, von Einlegen kann in diesem Fall keine Rede sein, eigentlich habe ich sie nur mariniert. Was anders, aber mindestens so gut funktioniert. Richtig einlegen folgt ein anderes Mal. Ich verspreche. Hierfür habe ich vorgekochte Knollen gekauft, die Schalenreste entfernt und sie in sehr dünne Scheiben geschnitten. Für solcherlei Dünnaufschneide-Aktivitäten nehme ich am liebsten den Kartoffelschäler, auch wenn es sehr viel stilvoller wäre, mein Gemüse zuverlässig so dünn mit meinem Messer aufschneiden.

Dann mache ich eine kleine Agrodolce-Variante, indem ich Weißweinessig, Akazienhonig, etwas Zucker und Salz kurz aufkoche, etwas abkühlen lasse und sie dann über die Scheiben gieße. Die jetzt am besten in einem tiefen Teller oder einer kleinen Schüssel liegen. Meistens massiere ich die Agrodolce noch ein bisschen mit den Händen in die Rote Beete ein, damit sie bestmöglich fusionieren. Ein paar Stunden später, idealerweise erst am nächsten Tag, gieße ich die Agrodolce und den Saft ab und schmecke die Rote Beete wenn nötig noch etwas mit Salz, Pfeffer und vielleicht sogar noch mal ein wenig Honig ab.

Auf dem Teller anrichten, großzügig den Gorgonzola dolce draufgeben (den ich für diesen Fall viel passender weil geschmeidiger und gefälliger und harmonischer finde als Gorgonzola piccante. Und den man übrigens unbedingt rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen sollte, damit er Zimmertemperatur annimmt und beginnt zu zerlaufen), die Pistazien dazu und, weil es so schön ist, natürlich noch ein Glas kühlen, kräftigen Weißwein.

PS: Dieses Gericht ist vor einigen Tagen in Italien entstanden, um genauer zu sein im Piemont. Und ich möchte mich hiermit offiziell darüber beschweren, dass man selbst in den besten italienischen Supermärkten fast ausschließlich Pistazien aus Kalifornien oder dem Iran findet, während man doch die allerbesten im eigenen Land, zum Beispiel in Bronte, heranzieht. Sowas werde ich nie verstehen. Immerhin habe ich in Alba bei Eataly dann endlich welche gefunden.

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