Expo

Eataly Expo
Eataly Expo

eataly

Vor zwei Wochen war ich auf der Expo in Mailand und es war erwartungsgemäß ziemlich schrecklich. Diese Mischung aus Oktoberfest, Tourismusmesse und gut gemeinter Aufklärung über unsere Umweltsünden, ist nicht meine Welt. Was sehr wohl meine Welt ist, ist das Essen und glücklicherweise steht diese „Weltausstellung“ unter dem etwas fadenscheinigen Motto „Feeding the planet“, was vor allem bedeutet, dass jeder dort irgendwas Gutes zu Essen anbietet. Anscheinend haben auf solchen Messen traditionsgemäß die Gastgeber das größte Angebot und so hat Eataly, das Paradies für gefräßige Italiener und alle, die ihnen nacheifern wollen, eine ganze Straße aufgebaut, die sich nur der italienischen Küche widmet. Nun ist Eataly ja sowieso schon unschlagbar: Die Filiale in Mailand gleicht einem mehrstöckigen Kaufhaus, in dem an jeder Ecke gekocht, gebacken, gemixt und probiert wird und man sich zwischen den einzelnen Pizza-, Nudel-, Eis- und Kaffeestationen aus den Regalen die besten Lebensmittel Italiens einpacken kann. Auf der Expo wird dieses Konzept noch erweitert, denn hier gibt es nun für jede der 20 Landesküchen Italiens ein kleines Restaurant, das eine Handvoll der wichtigsten Spezialitäten anbietet. Wer schon immer die echte neapolitanische Pizza, die Buchweizennudeln aus Südtirol, gefüllte Pasta mit Auberginen und noch unzählige andere Dinge, die man immer nur aus dem Kochbuch kennt, in bester Qualität probieren möchte, ist hier im Paradies. Selten war ich so traurig darüber, dass auch der hungrigste Körper irgendwann einfach satt ist.

Übrigens eröffnet Eataly ja in den nächsten Wochen in München die erste Filiale in Deutschland. Vielleicht ein kleiner Trost für alle, die nicht nach Mailand kommen. Wenn auch natürlich nicht in dieser Vielfalt.

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