Fagioli fritti

Neulich gab es zarte gelbe Bohnen beim Gemüsehändler. Ich musste sie sofort kaufen, so hübsch sahen sie aus. Irgendwie hatte ich Lust, sie zu frittieren und nachmittags nur mit etwas Salz darüber auf der Terrasse zu verspeisen.

Bei Frittiertem denke ich immer an italienische Strandbäder und Wochenmärkte in der Hochsommerhitze – wo es 500 Meter gegen den Wind nach Pommes, frittierten Tiefkühlmeeresfrüchten und so weiter riecht.

Ich denke aber auch an das Etablissement der Snack Bar. Das Wort „Snack Bar“ begegnet einem in Italien alle 100 Meter im öffentlichen Raum. Meistens gibt es in diesen Räumlichkeiten Plastikstühle, Kaffee, Panini, Pommes, Schokoriegel, Chips und natürlich Eistee, Tonic und Cola in Dosen aus dem Kühlschrank. Hin und wieder einen Kickertisch und einen Flipper. Viele Snackbars stehen aber auch leer, in der Fassade vergessen seit 1992 (oder auch 1981).

Wenn ich eine Snack Bar hätte, gäbe es dort frittierte Bohnen

Wenn ich eine Snack Bar hätte (und das hätte ich gern), gäbe es dort frittierte Bohnen. Genau so wie ich sie gemacht habe. Ich habe jede Bohne einzeln durch einen recht flüssigen Teig aus Mehl, Wasser und Salz gezogen, dann kurz in Semmelbröseln gewendet in einen Topf heißen Olivenöls zum Frittieren versenkt. Dann etwas abtropfen lassen, noch Pfeffer und Salz drüber. Sind wie Pommes frites, nur eigentlich noch besser.

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