Fave

Für dieses Gemüse gibt es viele Namen: Fave, dicke Bohnen, Saubohnen, Ackerbohnen und noch so einige mehr. Gemeint sind die großen grünen Schoten, von denen man jetzt die ersten Vorfrühlingsexemplare in den Gemüseläden sieht. Wie alle Hülsenfrüchte ist auch die Fava ein sehr reichhaltiges Gemüse. Dicht im Aroma und von dieser typischen kohlehydrathaltigen Konsistenz, wegen der uns auch Kartoffeln so glücklich machen können.

Geschmacklich erinnert sie ein bisschen an die grüne Erbse, ist aber gleichzeitig viel zurückhaltender, dezenter und braucht deshalb auch nur vorsichtige Unterstützung bei der Zubereitung. Die ist übrigens ein bisschen trickreich. Jede einzelne Bohne muss gewissermaßen doppelt geschält werden: Einmal aus der Gemeinschaftsschote und noch einmal aus ihrer eigenen, kleinen Privatschale. Diese Bohnen sind offenbar Früchte mit einem großen Drang zur Individualität. Viel bleibt dann nach ihrer zwanghaften Zusammenführung zum Schluss auch nicht übrig, weshalb man unbedingt immer viel mehr Fave kaufen sollte, als man zuerst denkt.

fave_0001Und dann kann das Rezept für diese Nudeln endlich beginnen: Die Fave habe ich in wenig Wasser ungefähr zehn Minuten lang weichgekocht und dann mit der Gabel unter Zugabe von etwas Parmesan und Öl zu einer Creme zerdrückt. Gleichzeitig habe ich aus Butter, Parmesan und etwas Weißwein eine kleine, schaumige, helle Soße gerührt. Dann separat die Nudeln gekocht. Diesmal fiel die Wahl auf die Tagliatelle des außergewöhnlichen Herstellers PPURA, die mit dem Saft sizilianischer Zitronen aromatisiert worden sind. Die dezente zitronige Frische dieser Pasta versteht sich sehr gut mit dem zarten Bohnenpüree. Zum Schluss werden die Nudeln mit ebendiesem vermischt, wobei man das restliche Kochwasser benutzen sollte um die Konsistenz schön cremig zu halten. Dann noch ein paar Löffel der Käsesoße dazu – fertig!

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