Granita di limone, basilico e timo

Wenn es so heiß ist, dass einen morgens schon beim Gedanken an einen Frühstückskaffee der Schweißausbruch ereilt, ist es an der Zeit auf Granita umzusteigen. In Sizilien isst man diese Art Speiseschnee im Glas regelmäßig zum Frühstück, egal ob nur aus Wasser, Zucker und Zitronensaft bestehend, aus purem gefrorenen Espresso oder aus Mandelmilch. Es ist wahr: Nichts erfrischt so sehr von innen, wie eine gute Granita.

Deshalb macht sie sich im Übrigen nicht nur als Hochsommerfrühstück gut, sondern auch als Nachspeise. Egal, wie schwer das Essen war, lässt man sich danach eine Granita die Kehle runterlaufen, fühlt man sich fast so leicht wie vor dem Essen. Das Schöne an ihr ist außerdem: Sie kann sich nie entscheiden ob sie ein Dessert oder ein Getränk sein will. Deshalb sollte man sie auch immer mit Löffel und Strohhalm servieren. Ersteren um anfangs das Eis zu löffeln und zweiteren um die bald geschmolzene Masse bis auf den letzten Tropfen auszutrinken.

Die Zubereitung einer Granita dauert nicht lang. Allerdings: Am besten gelingt sie mit einer Eismaschine, oder einer Küchenmaschine mit Eismaschinen-Modul. Wer so etwas nicht sein eigen nennt, muss trotzdem nicht verzagen. Denn wer die Eismasse im Gefrierschrank runterkühlt und immer mal wieder bis zur gewünschten Konsistenz durchrührt, hat zwar ein bisschen mehr Arbeit, aber zum Schluss dasselbe Ergebnis.

Die Basis jeder Granita ist Zuckersirup. Wasser in einen Topf auf den Herd, das Wasser erhitzen, fast soviel Zucker wie Wasser darin auflösen, bis die Flüssigkeit ganz klar ist. Im Eisfach oder Kühlschrank abkühlen lassen, bzw. wer es eilig hat: einfach etwas mehr Zucker benutzen, auflösen, und die Masse dann mit Eiswürfeln runterkühlen, so gleicht sich das Wasser-Zucker-Verhältnis wieder aus und der Sirup ist sofort kalt. Zitronensaft pressen, wer mag kann noch Basilikum, Thymian und etwas Zitronenschalenabrieb hineingeben. Zuckersirup in die Eismaschine geben, Zitronensaft mit Kräutern dazu geben und die Eismaschine rühren lassen bis eine sämig-körnige Eismasse entstanden ist. Wir haben die obige Granita mit einem Schuss Olivenöl verfeinert, das gibt der Masse einen noch volleren, zart grasig-herben Körper – wahnsinnig gut.

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