Grünkohl

Wenn es sowas wie Trendgemüse gibt, dann gehört in letzter Zeit der Grünkohl mit Sicherheit dazu. Immerhin erfüllt dieses Kraut ja fast sämtliche zeitgemäße Anforderungen: Es ist gesund, kalorienarm, regional verfügbar und es hat in unseren Breiten eine lange Tradition. Man könnte Grünkohl auch perfekt im Gemüse-Manufactum verkaufen. Dort heißt er dann Kale und wird meistens mit Äpfeln, Mangos und irgendwelchen Körnern püriert und für 5,80 Euro als Smoothie angeboten. Eine kulinarische Offenbarung ist das leider nicht, dabei ist dieses Gemüse nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch so attraktiv.

Vor ein paar Tagen entdeckte ich diese rote Variante, die zwar im Geschmack keinen Unterschied macht, sich aber natürlich hervorragend kontrastreich verarbeiten lässt. So wie in meinem Fall in einem Risotto. Dafür habe ich den Kohl in Butter mit ein paar Zwiebeln gedünstet, während ich separat ein klassisches Risotto geköchelt habe. Die dritte Pfanne habe ich mit fein gewürfelter Birne besetzt. Die gibt es ja zur Zeit auch überall und wenn man Glück hat, findet man ganz tolle süß-säuerliche Exemplare, die man mit etwas Zucker in Butter karamellisieren kann.

Grünkohl

Zum Schluss wird dann alles eins und ist natürlich nicht nur ein optisches Vergnügen. Denn der leicht herbe Kohl und die süßliche Birne verstehen sich sehr gut und werden vom Risotto aufs Gelungenste umspielt und zusammengehalten. Noch reichlich Parmesan drüber. Guten Appetit.

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