Linsen und Catalogna

Über bitteres Gemüse haben wir schon oft bei Splendido geschrieben, egal ob es Artischocken, Radicchio oder die Catalogna waren. Letztere, die man hierzulande auch manchmal als Löwenzahn kaufen kann (dann allerdings deutlich kleinblättriger als ihre italienische Schwester), lässt sich gedünstet mit vielem kombinieren, zum Beispiel macht sie sich sehr gut in einer Tomatensoße. Noch besser versteht sie sich allerdings mit Hülsenfrüchten, wie zum Beispiel mit roten Linsen, die ich für dieses Nudelgericht verwendet habe. Es macht überhaupt nicht viel Arbeit, ist geschmacklich und in seiner Konsistenz aber so interessant, dass man sich beim Essen die ganze Zeit fragt, was man da eigentlich gerade Gutes auf dem Teller hat.

In einem kleinen Topf koche ich zunächst rote Linsen zusammen mit einem Lorbeerblatt in Salzwasser weich. Und zwar so weich, dass sie fast schon zerfallen. Dann schneide ich Karotten in dünne Streifen und zerteile auch die Blätter der Catalogna in mundgerechte Stücke. Zusammen mit Zwiebeln, Knoblauch und ein paar kleingeschnittenen Tomaten, dünste ich das Gemüse dann in Öl bis es gar ist. Parallel koche ich Nudeln, so wie in diesem Fall frische, dicke Spaghetti, die ich aber vor dem Kochen in der Länge halbiert habe.

Jetzt sind auch die Linsen bereit und ergeben eine zarte Creme, in der sich nur noch vereinzelt Stücke befinden. Ich vermische sie mit dem restlichen Gemüse, ergänze die Kombination um etwas Nudel-Kochwasser um eine noch cremigere Konsistenz zu bekommen, gebe dann die Nudeln dazu und dekoriere das Werk mit reichlich gutem Olivenöl.

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