Pappardelle al Linsenragù

Pasta mit Hülsenfrüchten zu kombinieren ist, wie wir hier und hier und hier und hier bereits präsentiert haben, immer eine gute Idee.

Als überaus empfehlenswert hat es sich in unserer Küche zuletzt bewiesen, Pasta mit Linsen an das Originalrezept des Ragú alla Bolognese angelehnt zuzubereiten – mit Linsen statt Fleisch in der Hauptrolle. Keine Angst, wir gehören nicht zu Unterstützern veganer Steaks und Tofu-Würstchen, die Linsen-Variante der Bolognese soll keinesfalls die Erwartung wecken, es handele sich hierbei um einen gleichwertigen Ersatz des echten Fleischragùs (wie man das zubereitet, steht übrigens in dem sehr lesenswerten Erfahrungsbericht der Effilee-Autorin Nicola Goethe die bei Anna Maria di Monari von der Trattoria Anna Maria in der Altstadt das Original zuzubereiten gelernt hat.)

Und doch passen die Rahmenzutaten eines klassischen Ragùs perfekt zur feinkörnigen, kohlenhydrathaft befriedigenden Struktur von Linsen.

Karotten, Sellerie und Zwiebeln fein hacken, sanft in Olivenöl (Anna Maria di Monari allerdings schwört im Ragùrezept des milderen Geschmacks wegen auf neutrales Pflanzenöl) anbraten bis die Zwiebeln glasig sind. Getrocknete Linsen waschen und der Pfanne hinzufügen, eine Minute lang mitbraten, dann mit einem halben Glas Weißwein ablöschen. Paar Minuten köcheln lassen, dann Gemüsebrühe angießen und ein oder zwei Lorbeerblätter hinzufügen. Zwei, drei Esslöffel Tomatenmark in einem halben Glas Wasser auflösen und dazugießen, außerdem ein bis zwei Dosen geschälte, gehackte Tomaten mit Saft. Gut verrühren und ohne Deckel etwa 40 Minuten köcheln lassen bis die Linsen zu zerfallen beginnen. Dann etwa ein halbes Glas Milch angießen, verrühren, weitere zehn Minuten köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Am besten schmecken dazu frische Pappardelle, Tagliatelle oder Linguine, drüber kommt frisch geriebener Parmesan.

 

 

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.