Mönchsbart Salat mit Orangen

Agretti mit Orangen

Wieder einmal ein Fall für die Kategorie „Schnellstes Sommergericht aller Zeiten“: Ein Salat aus Mönchsbart und Orangen.

Von Mercedes Lauenstein

Das Abbild dieses Salates kann man sich an die Wand hängen und sich darüber freuen, was man für einen exzellenten Kunstgeschmack hat. Nebenbei kann man sich von diesem Kunstwerk dann jeden Frühling daran erinnern lassen, dass es so etwas Gutes wie Mönchsbart gibt. Auch genannt übrigens Barba di frate, Krähenfuß-Wegerich, Salsola soda oder Agretti. Sieht aus wie dicker Schnittlauch, ist aber im Geschmack irgendwo zwischen erdigem Spinat, mild-salzigen Algen und dem, was man sich unter dem Gefühl, saftiges Gras zu essen, vorstellt. Mönchsbart passt zu Spaghetti oder geräucherten Auberginen. Man kann aber auch einen innerhalb von Sekunden zubereiteten, extra sommerlichen Salat daraus machen, der nichts als ein frisches Weißbrot mit Butter als Beilage braucht.

Orangen filetieren, aber mindestens eine Spalte davon aufheben, um daraus nachher über dem angerichteten Teller noch etwas puren Orangensaft auszupressen. Knoblauch hacken, mit etwas Olivenöl kurz (!) scharf in der Pfanne anbraten, dann den gut gewaschenen Mönchsbart dazu und ein paar kurze Minuten lang etwas durch schwenken. Auf einen Teller geben. Orangen dazu, mit Balsamico, Olivenöl, etwas Salz und Pfeffer anmachen, wer noch mehr Orange mag, nimmt auch noch etwas geriebene Orangenschale, ein paar Minuten abkühlen und durchziehen lassen. Am besten schmeckt dieser Salat lauwarm. Dann: Aufessen. (Eh klar, aber andererseits: bei einem Kunstwerk weiß man ja nie.)