Bruschetta

Bruschetta

Es ist so einfach, sich gut zu ernähren. Sprach die Bruschetta und hatte Recht.

Von Mercedes Lauenstein

Die gute alte Bruschetta hat es nicht leicht in Tagen wie diesen. Weißbrot, Tomaten, Basilikum, Knoblauch, Salz, Olivenöl. Kann das alles sein? Fehlen da nicht mindestens siebenundachtzig Extra-Zutaten? Die große Überraschung, das Neue? Die Antwort lautet: Nein.

Die Bruschetta ist ein geniales Gericht, das völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Vielleicht liegt die allgemeine Bruschetta-Amnesie an schlechten Erinnerungen an die gleichnamige Provinzitalienervorspeise, bestehend aus schlechtem Toast, geschmacksbefreiten Tomaten, ranzigem Öl und einem Zuviel an getrocknetem Oregano. 

 

Die Bruschetta ist ein geniales Gericht, das völlig zu Unrecht ein wenig in Vergessenheit geraten ist

 

Wie wir alle wissen, soll man schlechte Erinnerungen durch gute ersetzen. Wichtig ist wie immer die Qualität der Zutaten. Die Tomaten müssen tiefrot und süß sein, der Knoblauch frisch, das Öl von bester Qualität und das Brot genau richtig geröstet. Oregano hat in diesem Gericht nichts zu suchen. Dafür frisches Basilikum.

Das Brot für die Bruschetta ist im Idealfall italienisches Casareccio-Brot, ein helles Sauerteigbrot aus Hartweizenmehl. Sein Teig ist dicht und kompakt genug, um genügend Tomatensud aufzunehmen. Geröstet wird es am besten auf dem Grill oder in der Pfanne. Wenn Casareccio nicht zu kriegen ist, einfach die nächstbeste Alternative suchen. Eher ungünstig sind all zu leichte, luftlöchrige Brotvarianten oder Supermarkttoast. 




 

Idealerweise sind die Tomaten schon an der Grenze zur Überreife

 

In einer Schale kleine, süße Tomaten vierteln – idealerweise sind die Tomaten schon an der Grenze zur Überreife. Frisches Basilikum hacken, dazugeben. Salzen, durchheben. Ordentlich Olivenöl dazugeben, wieder durchheben. Brot rösten. Geröstetes Brot mit einer frisch aufgeschnittenen halben Knoblauchzehe einreiben. Tomaten auf das geröstete Knoblauchbrot geben, auf einem Teller anrichten, fertig.

Die perfekte Temperatur: Lauwarm.