Paccheri

Paccheri con fave e zafferano

Paccheri sind tolle Nudeln. Man kann sie prall füllen, sie in Soße baden und im Mund immer wieder die Zunge durchstecken. Mit Fave-Püree, Safransauce und Pecorino wärmen sie in kühlen Sommernächten von innen.

Von Mercedes Lauenstein

Diese drei zarten Freunde sind gefüllt mit Fave-Püree. Aber vielleicht erst einmal eine kleine Lobeshymne auf die Nudelform der Paccheri.

Paccheri sind großartig. Man kann sie wie Mini-Cannelloni mit allem Möglichen füllen, gratinieren, oder nur füllen und entweder auf einem Soßenspiegel servieren oder ganz nackt aufreihen und zum mit den Fingern in den Mund werfen anbieten. Aber auch in einer schlichten Soße sind Paccheri IMMER wundervoll, sie nehmen so schön viel Soße in sich auf und man kann beim Essen so gut seine Zunge durchstecken.





Die dicken, wunderschön grünen Fave-Bohnen haben derzeit noch Saison. Ihre Verwendung macht leider Arbeit, aber wie jeder weiß ist Bohnenrüsten eine außerordentlich meditative Angelegenheit und hilft effektiv gegen Nervosität und innere Unruhe. Vieles, was man über Fave wissen muss, steht übrigens bereits hier, deshalb weiter zur Bereitung des Pürees:



Fave-Bohnen mit ein paar Kartoffelstückchen im selben Topf so weich kochen, dass sie fast zerfallen. Etwas abkühlen lassen, Olivenöl dazu und mit der Gabel alles zerdrücken und Pecorino dazu reiben. Mit etwas Pfeffer und wenig Salz abschmecken, der Pecorino ist ja schon sehr würzig.





Paccheri kochen. Währenddessen eine kleine, leichte (so leicht es eben geht) Béchamelsauce aus Mehlschwitze, Butter und Milch anrühren. Wieder Pecorino darin schmelzen lassen, so dass eine zarte Fonduta entsteht. Ein paar Safranfäden rein, fertig. Paccheri abgießen. Wer es richtig ernst meint, füllt die Fave-Paste jetzt mit einem Spritzbeutel in die Paccheri. Auf den Soßenspiegel setzen und ein paar Späne Pecorino drüber.