Schneidebrett Epicurean

Das Schneidebrett

Uns erreichen oft Fragen danach, welches Werkzeug wir in der Küche benutzen. Hier die zweite Folge unserer ehrlichen Empfehlungen.

Von Juri Gottschall

In der Splendido-Küche wird nicht nur mit den besten Zutaten gekocht, sondern auch mit einem sehr ausgewählten Repertoire an Küchengeräten, das sich über die Jahre in unserer Küche bewährt hat. Weil uns immer wieder Menschen nach diesem Repertoire fragen, teilen wir es nun in dieser Serie mit unseren Lesern. 

Genauso wie bei den Lebensmitteln, die wir in der Küche verwenden, gilt auch für unsere Küchengeräte: Wir agieren unabhängig. Alle Empfehlungen sprechen wir aus tiefster Überzeugung und echtem Interesse aus. Wir werden nicht von den Herstellern bezahlt und haben alle hier gezeigten Gegenstände von unserem eigenen Geld gekauft. 

Letzte Woche ging es um Messer, heute um die ideale Unterlage: Das Schneidebrett

Was will man von einem guten Schneidebrett? Stabil und langlebig sollte es sein, hygienisch sauber und leicht zu reinigen. Und bitte sehr auch nicht allzu hässlich, denn das Auge isst nicht nur mit, es arbeitet auch mit – wir sollten es bei Laune halten.

Viele Köche greifen deshalb auf Holz zurück. Es ist ein Naturprodukt, kostet nicht viel, ist schön anzusehen und fühlt sich gut an. Auch ich habe jahrelang Holzbretter in der Küche als Schneidebretter benutzt. Bis ich mich manchmal wunderte, wieso es abends nach dem Abspülen immer noch so komisch roch. Und der Apfel, den ich am folgenden Morgen drauf aufschnitt, nach alten Zwiebeln schmeckte. Nicht schön. Kochend heiß abspülen schaffte auf Dauer auch nur mäßig Abhilfe und in die Spülmaschine gehören Holzbretter bekanntlich gar nicht erst. Für jede Lebensmittelvarietät ein eigenes Schneidebrett anschaffen? Kam auch nicht in Frage.

Also kaufte ich ein Brett aus Kunststoff. Schön anzusehen war es nicht. Schön anzufassen auch nicht. Und überhaupt, ich kann mir nicht helfen: Lebensmittel und Plastik gehören für mich nicht zusammen. Deshalb bringe ich es auch nicht übers Herz, Aufbewahrungsdosen aus Plastik zu verwenden. Aber darüber mehr in einer anderen Folge dieser Serie. Jedenfalls neigte das Plastikbrett nach kürzester Zeit und vor allem nach dem Kontakt mit reifen Tomaten zu unschönen Verfärbungen, die mir die Freude am Schneiden zuverlässig schon von dem Schneiden vermiesten. Ich probierte desweiteren Bretter aus Glas (schlecht fürs Messer, viel zu glatt und immer irgendwie kalt an den Händen) und Metall (ähnliche Problematik) aus.

Bis ich, der Verzweiflung nahe, eine Entdeckung machte, die mich all meine Brettersorgen vergessen ließ. Es mag lächerlich klingen, aber für jemanden, der jeden Tag mehrfach in der Küche steht, ist ein Schneidebrett nun einmal wirklich wichtig. Und die Entdeckung von Epicurean, so heißt das fantastische Material, hat tatsächlich mein Küchenleben verändert.

Epicurean ist ein noch relativ junges Material. Es besteht ausschließlich aus natürlichen Stoffen (vor allem aus Holz) und vereint all die Eigenschaften, die alle anderen Schneidebretter vermissen lassen. Es ist leicht, es ist stabil, es sieht außerordentlich gut aus, ist hitzebeständig und hält ewig. Ich schneide seither Zwiebeln und Fleisch und Erdbeeren auf dem selben Brett und ich hatte es schon so oft in der Spülmaschine, dass ich es gar nicht mehr zählen, aber mit Sicherheit sagen kann: Epicurean und Spülmaschinen kommen hervorragend miteinander aus. Ich benutze das Brett nicht nur um darauf zu arbeiten, sondern auch, um darauf Käseplatten zu servieren und ich verwende es auch als Topfuntersetzer.

Ein Epicurean-Brett kostet in einer vernünftigen Größe ein bisschen mehr als ein billiges Holzbrett, aber dafür ersetzt es auch unzählige Holzbretter für viele Jahre. Es ist eine Anschaffung fürs Leben, die man jedem guten Messer (und den eigenen Nerven) gönnen sollte. Wovon man sich nicht irritieren lassen darf: in den ersten Tagen verströmt das nagelneue Brett noch einen gewöhnungsbedürftigen Eigengeruch, der aber nach ein paar Aufenthalten in der Spülmaschine für immer verschwindet.

 

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