Auberginenpasta

Versteckte verbrannte Aubergine

Geräucherte Aubergine? Hatten wir doch grad erst. Stimmt. Aber manchmal muss man sich eben ein bisschen wiederholen. Diesmal ist sie außerdem keine Pastasauce sondern eine Tortellifüllung.

Von Mercedes Lauenstein

Neulich habe ich davon erzählt, wie schön es ist, eine Aubergine zu räuchern und eine Pastasauce daraus zu machen. In der Tat ist es so schön, dass ich es dauernd mache. Damit diese Redundanz niemand bemerkt, lasse ich mir Variationen einfallen. Verstecke. Ein gutes Versteck für eine Paste aus verbrannter Aubergine ist zum Beispiel ein Raviolo.





Das ging so: Ich knetete einen geschmeidigen Nudelteig und ließ ihn im Kühlschrank ruhen, während ich eine sehr große Aubergine aufs Feuer legte. Als sie weich war, presste ich ihr behutsam so viel Flüssigkeit wie möglich aus dem Leib, pürierte ihr Fleisch mit Knoblauch, Petersilie, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Minze, Zitronenschale und Ricotta zu einer sämigen Tortellifüllung, die nicht mehr vom Teelöffel fiel, wenn man sie mit einem solchen aufnahm und ihn in die Luft hielt. Tortelli damit gefüllt, Wasser gekocht, Tortelli rein, Butter geschmolzen, Parmigiano Reggiano gehobelt, Tortelli aus dem Wasser raus auf den Teller, Butter und Parmigiano Reggiano drüber, vom Teller gelöffelt, in den Mund gleiten lassen.



Und jetzt muss ich mich zusammen reißen, dass ich nicht gleich morgen schon wieder will. Man darf sich an guten Sachen nicht überfressen. Habe ich mal mit Pflaumen gemacht. Ich konnte daraufhin sieben Jahre keine Pflaumen mehr essen. Das war traurig.