Kalte Zitronennudeln

Wenn meine Nudeln kalt werden, weil es draußen zu warm ist um sie sofort zu essen, muss ich sofort an Nudelsalat denken. Und damit unweigerlich an Grillfeste, Mayonaise, wässrige Kartoffeln, Fett und Soßen aus dem Supermarkt. Schon hätte ich am liebsten doch ein warmes Mittagessen.

Dabei ist dieses Elend wirklich nicht nötig, wenn man sich dieses kleine, schnelle Mittagessen zubereitet: Es ist kein Nudelsalat und auch keine Grillfestbegleitung. Es ist einfach nur ein kühles Nudelgericht. Dabei ist es so erfrischend und leicht, wie der Sommer nur sein kann und so schnell gemacht, dass man es in 15 Minuten auf dem Tisch hat. Versprochen.

Während ich kurze Nudeln gerade so lange koche, dass sie noch gut Biss haben, reibe ich die Schale von einer Zitrone ab und presse die Frucht danach aus. In einer Schale vermische ich Olivenöl, Zitronensaft und -Schale. Jetzt gebe ich eine Handvoll kleingeschnittene Minzblätter dazu und ein paar kleine Kapern. Ich lasse alles ein bisschen stehen, damit sich die Aromen gut verbinden.

Sobald die Nudeln soweit sind, kühle ich sie unter eiskaltem Wasser ab. Dieses ansonsten frevelhafte Vorgehen ist hier ausnahmsweise mal erlaubt, denn im Gegensatz zu sonstigen Nudelgerichten brauchen wir die Stärke des Kochwassers ja gar nicht. Wir wollen für diesen Nudelsalat keinen cremigen Sugo, sondern die vollkommene Frische. Und für die richtige Konsistenz sorgt später eh das Öl.

Wenn alles die richtige Temperatur hat, wird es in einer großen Schüssel gemeinsam durchgemischt. Salz und Pfeffer dazu und  – wer will und hat – noch ein bisschen Büffelmozzarella. Wer es richtig ernst meint, stellt alles nochmal in den Kühlschrank. Dann kann man immer mal beim Vorbeigehen einen Löffel probieren. Und wer es eilig hat, isst sofort.

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