Ciambellone

Ciambellone

Den klassischen italienischen Ricotta-Olivenöl-Zitronenkuchen Ciambellone macht man überall anders. Dies hier ist unserer Meinung nach das beste Rezept

Von Mercedes Lauenstein

Wie heilsam es sein kann, Kuchen zu frühstücken, habe ich hier bereits aufgeschrieben. Meine neueste Frühstückskuchen-Entdeckung ist ein italienischer Ricotta-Zitronenkuchen namens Ciambellone. Er kommt völlig ohne Butter aus, dafür ist eine Menge Olivenöl darin enthalten. Wie so viele italienische Klassiker bereitet man auch ihn überall ein wenig anders zu. Ich habe mich zur Ermittlung des perfekten Rezepts durch schätzungsweise 27 verschiedene Rezepte gelesen, notiert, welche Details der einzelnen Varianten mir am meisten zusagten, andere verworfen und aus dem, was übrig blieb schließlich mein persönliches Ideal-Rezept entwickelt.

Hier ist es: Zwei Schalen bereitstellen. In einer 260 Gramm 00-Mehl, 170 Gramm weißen Zucker, 3 Teelöffel Backpulver miteinander vermischen. In der anderen Schale 270 Gramm Ricotta, 210 Milliliter frisches und sehr gutes (!) Olivenöl und 3 große Eier mit einer Gabel kräftig miteinander verschlagen. Inhalte der beiden Schalen zusammenfügen, gut miteinander verrühren und den Zitronenabrieb von drei bis vier großen unbehandelten Zitronen dazugeben. Außerdem etwas Zitronensaft dazugeben: einfach die Hälfte einer Zitrone mit der Hand über der Schale ausdrücken. Wieder kräftig verrühren, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist.




Ring- oder Guglhupf-Form einölen. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Kuchenteig in die Ringform geben, in den Ofen stellen und etwa zwischen 30 bis 40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun und das Innere durchgebacken, aber noch saftig ist. Abends backen, und morgens nur noch anschneiden, während die Moka auf dem Herd brodelt.