Gefüllte Tomaten
Reis
Knoblauch
Basilikum
Olivenöl Extra Vergine
Kartoffeln
Nie sind die Tomaten so süß und reif wie im Hochsommer. Das ruft nach dem Einkochen und Abfüllen bis die Regale der Speisekammer bis an die Decke gefüllt sind. Aber es ruft auch danach, die Tomate jetzt frisch so oft und so pur zu verwenden, wie es noch geht, bevor viel zu schnell der Herbst wieder Einzug hält.
Sommer in Rezeptform: Gefüllte Tomaten
Zum Beispiel in Form von Pomodori al riso, gefüllte Tomaten mit Reis. Sie sind ein großer Klassiker des italienischen (vor allem des römischen!) Sommers, den man heiß, lauwarm oder kalt servieren kann, für ein Picknick, für den Strand, oder für ein zerstreutes Familien-Mittagessen, das so lange im Ofen wartet, bis jeder sich davon genommen hat.
Letzteres ist fast die empfehlenswerteste Methode, denn Pomodori al riso schmecken nie so gut wie lauwarm oder nochmal kurz aufgebacken und gut durchgezogen.
Die Wahl der Tomaten ist sehr wichtig: Wir wollen große, rote und schön feste Tomaten, beispielsweise Ochsenherztomaten.
Den oberen Teil (unser späterer Deckel) der Tomaten abschneiden und beiseite legen. Die Tomaten vorsichtig mit einem Löffel aushöhlen und das saftige Fruchtfleisch samt all seiner Flüssigkeit in einer Schüssel sammeln.
Die Reis-Wahl hängt vom persönlichen Geschmack ab. Wir mögen Carnaroli Classico. Er besitzt große Saugkraft, behält aber immer den idealen Kern mit Biss. Auch Arborio oder jeder andere Risottoreis funktioniert bestens. In Rom wird meist Riso Originario oder die Sorte Roma empfohlen. Letztere beide geraten im Kern etwas weicher und cremiger.
Nun den noch ungekochten Reis unter das Fruchtfleisch und die Flüssigkeit heben. Als Faustregel für das Verhältnis gilt: Pro Tomate mit etwa einem gut gehäuften Esslöffel rohem Reis rechnen. Wer es am Ende kompakter mag, nimmt einen Tick mehr; wer die Tomate im Vordergrund will, etwas weniger.
Bitte trotzdem im Hinterkopf behalten, dass bei Pomodori al riso die Flüssigkeit aus der Tomate selbst kommt. Da jede Tomate je nach Größe, Sorte, Reifegrad und Wetter unterschiedlich viel Saft enthält, unterschiedliche Reissorten unterschiedlich viel Flüssigkeit aufnehmen und auch unterschiedliche Esslöffel unterschiedlich viel Fassungsvermögen haben, lässt sich kaum vorhersagen, wieviel Reis zu wieviel Tomatenflüssigkeit vorhanden sein muss. Hier braucht es Gefühl und gutes Schätzungsvermögen.
Die Mischung in der Schüssel sollte vor dem Ruhenlassen ausgesprochen flüssig, fast wie eine suppige Sauce aussehen. Der ungekochte Reis muss im Tomatensaft schwimmen. Der Reis saugt während der Ziehzeit einen Großteil dieser Flüssigkeit auf. Sind die Tomaten eher saftarm, kann man gut mit einem Schuss Olivenöl oder ein paar Löffeln Passata oder einer aus Tomatenmark und Wasser gerührten Mischung nachhelfen.
Wer Carnaroli Classico verwendet, gibt dem Reis im Saft lieber etwas länger Zeit zum Ziehen, eine gute Stunde sollte reichen.
Salz, gehackten Knoblauch, frisches Basilikum und Olivenöl ergänzen und nun für 45 bis 60 Minuten durchziehen lassen. Das verleiht dem Reis ein herrliches Aroma und die richtige Konsistenz.
Jetzt kochen, später essen: Pomodori al riso schmecken am besten lauwarm
Die ausgehöhlten Tomaten danach mit der Reis-Mischung füllen und die abgeschnittenen Deckel wieder oben auf die Tomaten setzen. Dabei am besten die Tomaten nicht bis ganz zum Rand prall voll füllen. Der Reis geht im Ofen noch etwas auf.
Die Tomaten in eine Auflaufform setzen und geschälte und gewürfelte oder geviertelte festkochende Kartoffeln um die Tomaten herum in die Form legen.
Alles mit großzügig Olivenöl beträufeln, die Kartoffeln mit Salz würzen und bei 200°C Ober- und Unterhitze 50-60 Minuten alles backen, bis der Reis gar und die Kartoffeln gar und knusprig sind. Für eine weniger vegetarische Variante kann man auch Rinderhack unter den Reis heben (selbstverständlich nach der Ziehzeit im Tomatensaft) und mitbacken.
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