Staudensellerie mit Orangen

Noch ein Wintersalat

Heißhunger auf Staudensellerie? Doch, sowas gibt’s. Was man daraus idealerweise macht, steht hier.

Von Mercedes Lauenstein

Manchmal überfällt mich ein Heißhunger auf Staudensellerie. Mein Körper verlangt dann unbedingt nach dieser salzig-sauren, grün-gesunden und übertrieben rohkostigen Gemüsehaftigkeit, die nur grüner Staudensellerie bieten kann.

Sehr gut zu dieser Gemüsehaftigkeit passt in der Orangensaison ein süßes, zitrisches Gegengewicht in Form von süßen Orangenfilets. Zwischen November und März kann man gar nicht genug Orangen essen. Sie sind in diesen Monaten so frisch und süß wie nur selten im Jahr. Für etwas milde Schärfe kommen hauchdünn aufgeschnittene, süßliche rote Zwiebeln dazu. Pfeffer, Salz und eine Vinaigrette aus sehr gutem Olivenöl, süßem Condimento bianco und einem etwas schärferen Balsamico, einem Esslöffel des Orangensuds, in dem die Orangenfilets eingelegt waren und etwas kleingehackter Orangenschale. Wer Salzkapern oder aromatische kleine Taggiasca-Oliven hat, rein damit, muss aber nicht. In diesem Fall ist lediglich etwas Pulver aus getrockneten Kapern von den Giacominis in Gargnano am Gardasee drin.

Sehr gut dazu passen außerdem einige zerstoßene hausgemachte Salzmandeln. Da man andernorts Sellerie erfolgreich mit Erdnussbutter kombiniert, wie ich vor Jahren auf einem Segelboot in Australien lernte, könnte man stattdessen auch zerstoßene gesalzene Erdnüsse nehmen. Oder man erinnert sich daran, wie oft in Sizilien Orangen mit Pistazien kombiniert werden und nimmt diese. Oder alle drei.


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Alle Zutaten mischen und vor dem Essen bei Zimmertemperatur noch etwas durchziehen lassen.