Pasta con la mollica

Hier bei Splendido verfolgen wir ja seit jeher ein paar Grundsätze, wenn es um unsere Rezepte geht. Einfach zuzubereiten sollen sie sein und nur aus den allerbesten Zutaten bestehen. Gerne mögen wir auch die Klassiker der italienischen Küche. Außerdem herrscht bei uns eine ausgeprägte Liebe zum Kohlenhydrat.

Ein Grundrezept, das all diese Eigenschaften aufs Beste vereint, ist die Pasta con la mollica, was auf deutsch eigentlich nichts anderes bedeutet als Nudeln mit Semmelbröseln, also Pasta mit Brot. Wie viele einfache Gerichte, stammt auch dieses Rezept aus dem armen Süden Italiens, wo man sich schon immer perfekt drauf verstand, aus wenig viel zu machen. Es ist eine ideale Resteverwertung für altes Brot (man sollte altes Brot sowieso nie wegwerfen, sondern immer Semmelbrösel oder mindestens einen Brotsalat daraus machen) und ein gutes Grundrezept, das man durch fast jede Zutat erweitern und so zu einem veritablen Mittagessen machen kann. Außerdem ist es unglaublich schnell zubereitet.

In einer großen Pfanne erwärme ich Olivenöl und lasse reichlich fein geschnittenen Knoblauch und etwas Peperoncino darin ziehen. Eigentlich entspricht die Zubereitung den klassischen Spaghetti aglio e olio. Der Knoblauch sollte dabei nicht braun werden, sondern nur das Öl aromatisieren. Dann gebe ich das zuvor geriebene alte Brot dazu. Man sollte pangrattato übrigens immer selbst machen, wenn möglich. Schmeckt viel besser als die Industrieware aus dem Supermarkt.

Während das Brot unter Rühren langsam bräunt (es kann gut sein, dass man hin und wieder noch etwas Öl dazugeben muss), koche ich die Pasta in reichlich Salzwasser. Die Nudeln sollten durch das Kochen bereits genügend Salz aufnehmen, denn die “Sauce” selbst beinhaltet ja bis auf die Würze des Parmesans, der später über die Nudeln kommt, kein Salz. Am besten eignen sich als Nudeln dicke Spaghetti, aber auch Tagliatelle passen gut.

Ist die Pasta gar, wird sie mit der gerösteten Brot-Masse vermischt. Dabei sollte erneut so viel Öl hinzugegeben werden, bis sich die Semmelbrösel weich und zart an die Nudeln anschmiegen und dabei gerade noch ein bisschen Biss haben. Die Mischung der verschiedenen Konsistenzen macht den Reiz des Gerichts aus.

Wer möchte, gibt jetzt noch fein gehackte Petersilie dazu. In Sardinien mischen sie außerdem noch Sardellen unter die Nudeln. Manche Rezepte sprechen auch von ein bisschen Parmesan. Oder aber man nimmt eine reife, richtig aromatische Spätsommer-Tomate, so wie es sie gerade immer wieder mal gibt, und quetscht sie einfach über den ganzen Teller. Das gibt Flüssigkeit und Geschmack und macht aus dem Basisrezept eine Spezialität.

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