Rondini

Rondini

Kocht man den kleinen Kürbis 15 Minuten lang, kann man ihn zusammen mit einer Käsesoße auslöffeln. Was für eine Vorspeise!

Von Juri Gottschall

Neben all den bekannten großen, kleinen, runden und länglichen Kürbissen, die dem interessierten Gemüsekäufer in den letzten Wochen angeboten werden, gibt es eine Sorte, die vor allem Bioläden um diese Jahreszeit im Angebot haben. Dort wird sie Rondini genannt, wobei ich mir unsicher bin, ob diese italienisch klingende Bezeichnung wirklich verlässlich ist. Die faustgroßen, runden (daher wahrscheinlich der Name), dunkelgrünen Früchte sehen aus wie runde Zucchini, unterscheiden sich aber deutlich durch ihre feste und harte Schale. Kocht man sie ca. 15 Minuten in Wasser (unbedingt vorher ein kleines Loch in die Schale machen, damit der Kürbis nicht platzt) und halbiert sie dann, kann man erstmal einen guten Esslöffel Kerne entfernen. Was dann noch übrig bleibt, ist eine Schicht aus zartem, hellgelbem Fleisch, das einen ausgesprochen feinen, unvergleichlichen Geschmack besitzt. Man kann es direkt aus der Schale löffeln, am besten mit ein bisschen Butter und Salz.

 

Ein kleiner runder, buttrig aromatischer Kürbis, den man kochen, halbieren und auslöffeln kann wie ein Ei – das ist der sogenannte Rondini-Kürbis

 

Wem das zu rustikal ist, der kocht während der Garzeit der Rondini eine einfache Käsesoße (ich habe dafür Morbier und ein bisschen Parmigiano Reggiano benutzt), schmeckt sie kräftig mit Pfeffer ab und gibt sie dann in die frisch aufgeschnittenen Kürbis-Hälften. Oben drauf gab es von mir noch ein wenig sehr feingehackte Schalotte und ein paar Petersilienblätter.

Zum Essen wird dann einmal umgerührt um das süße Kürbisaroma mit dem würzigen Käse zu vermischen. Schmeckt großartig und sieht ebenso hübsch aus. Empfehlenswert.