Tropea im Ofen

Dass Tropea Zwiebeln zu den feinsten Gewächsen gehören, die man dieser Tage in der Küche verarbeiten kann, sollte schon lange kein Geheimnis mehr sein. Spätestens seit nun aber überall die frischen, jungen Frühlingsexemplare erhältlich sind, kochen ich mit ihnen noch mehr als sowieso sonst üblich.

Eine sehr einfache Variante für ein Nudelgericht, habe ich kürzlich erst entdeckt. Neben den Zwiebeln braucht es dafür nur Kapern, etwas Essig, Petersilie und Öl: Die kleingeschnittenen Zwiebeln gebe ich mit ein paar Kapern, der Petersilie und reichlich Olivenöl in eine Form und gieße etwas Rotweinessig darüber. Pfeffern und Salzen, dann kommt das Ganze zwanzig Minuten in den Backofen. Während dieser Zeit koche ich die Nudeln, räume schon mal die Küche auf und wenn endlich die ganze Wohnung in einen wahrhaft berückenden Zwiebeldunst gehüllt ist, folgt die Hochzeit des Ofengemüses mit den Nudeln. Zum Schluss nochmal Öl drüber und etwas Parmesan – fertig ist das Abendessen.

Das Gute daran: Die Zwiebeln bekommen im Ofen ein bisschen Farbe, entwickeln dadurch nochmal ganz andere Aromen und verbinden sich mit den säuerlichen Kapern und dem Essig zu einem äußerst interessanten Gesamtwerk, das so einfach und klar, aber zugleich so anders schmeckt als vieles, was man sonst zur Pasta isst. Dieses Gericht zu kochen macht große Freude, auch wenn man eigentlich gar keine Lust auf Kochen hat.

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